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Markert Diät

Diese spezielle Form des Fastens wurde von dem Frankfurter Arzt Dr. Markert entwickelt und sorgte in Deutschland und den USA für Aufsehen. Über zwei Wochen hinweg werden täglich bis zu drei Liter Gemüsebrühe und ein spezielles Eiweißpräparat (Almased®) aufgenommen. Das Präparat enthält Sojaprotein, Honig, Zucker, Milcheiweiß, Vitamine und Eisen.

Hinzu kommt ein intensives körperliches Training. Damit soll die Bildung des Schilddrüsenhormons T3 stimuliert werden, das den Stoffwechsel ankurbelt und den Fettabbau beschleunigt. Es verhindert nach Beendigung der Diät angeblich eine neuerliche Gewichtszunahme und das auch ohne weiteren Kalorienverzicht. Zehn Pfund pro Woche soll man mit dieser Diät abnehmen können.

Wie wird Markert-Diät beurteilt? Ist die Aktivierung des Schilddrüsenhormons T3 wissenschaftlich bewiesen?
Aufgrund der Kombination von extrem hypokalorischer Diät mit intensivem körperlichen Training ist mit einer starken Gewichtsabnahme zu rechnen. Die Begrenzung einer Fastenperiode auf ein bis zwei Wochen macht es unwahrscheinlich, dass Nährstoffmangelerscheinungen auftreten.

Eine Kernaussage von Dr. Markert aber ist die Stimulierung des aktiven Schilddrüsenhormons T3 und damit ein Ausschalten des Jo-Jo-Effekts durch die Diät. Diese Behauptung ist jedoch nicht nachvollziehbar. Vielmehr haben Studien gezeigt, dass bei proteinangereichertem Fasten die T3-Spiegel abfallen, während die Speicherform T4 sowie das inaktive rT3 ansteigen. Bei Diäten mit gleichem Energiegehalt (440 kcal/Tag) ist ein höherer Proteinanteil (95 Prozent versus 41 Prozent) sogar mit niedrigeren T3-Spiegeln assoziiert. Nach Beendigung der Diät bleiben die T3-Werte erniedrigt. Eine Proteinsupplementation hat somit keinen Einfluss auf den durch Energiemangel hervorgerufenen T3-Abfall. Allgemein wird der Einfluss der Ernährung - mit Ausnahme von Jod - auf die Schilddrüse als sehr gering eingestuft.

Da die Markert-Diät ein Gesamtkonzept darstellt, könnten die Effekte auf die Schilddrüse auch anderen Faktoren zuzuordnen sein. Nach Beendigung der Diät muss man sich angeblich nicht streng kalorienarm ernähren. Die Schilddrüse kann hin und wieder mit einigen Teelöffeln des Eiweißpulvers, als Drink in Joghurt oder Salatsoßen, zusätzlich zur normalen Ernährung weiter angeheizt werden. Diese Argumentation ist nicht nachvollziehbar. Dagegen liefert Dr. Markert eine genaue Anleitung, wie das Gewicht gehalten werden kann: Nicht zu viel, nicht zu fett und nicht zu kalorienreich essen. Diese allgemeinen Empfehlungen gelten aber grundsätzlich für alle, die sich kalorienbewusst ernähren wollen.

 

 
 
 

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