BCM-Diät
Teures Abspecken in Gruppen
Die
BCM-Diät wird seit 1986 von der Firma PreCon,
die sich früher Deutsche Gesellschaft für
gesundes Leben mbH (DGGL) nannte, in über 1000
eigenen Beratungsstellen angeboten. Mit Hilfe einer
elektrischen Körperanalyse (Bioimpedanz) werden
die Wasser-, Zellmasse- und Fett-Anteile bestimmt
und die Diät darauf angestimmt. Darüber
hinaus treffen sich die Teilnehmer wöchentlich
in Gruppen, die von Ärzten und Ernährungsberatern
geleitet werden.
In
den ersten zwei Tagen nehmen alle Abspeckwilligen
fünfmal täglich eine Formula-Diät
(„Start-Diät“) zu sich, die vor
allem aus Milcheiweiß, Fruchtzucker, Lecithin,
Vitaminen und Mineralstoffen besteht. Daraufhin
werden konsequent drei Mahlzeiten pro Tag eingenommen,
eine selbst zubereitete Mahlzeit aus vollwertiger
Mischkost sowie zwei Mahlzeiten, die jeweils aus
einem fettarmen Milchprodukt und Nahrungsergänzungs-Präparaten
zubereitet werden („BasisKost“). Ist
das Zielgewicht erreicht, wird die Basiskost in
zwei Schritten durch Mischkost ersetzt.
Vorteile
der BCM-Diät
Das
Programm zielt auf eine langfristige Ernährungsumstellung
ab. Vor allem in der Diätphase sind die Teilnehmer
mit den wichtigen Vitaminen und Nährstoffen
versorgt. Danach entscheidet die Qualität der
zubereiteten Mahlzeiten, ob eine ausgewogene Ernährung
gewährleistet ist.
Nachteile
der BCM-Diät
„Über
die Qualität der wöchentlichen Gruppentreffen
und der Ernährungsberatung äußern
sich die Teilnehmer sehr unterschiedlich“,
urteilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
„Danach geben sich manche Berater viel Mühe
und widmen den Kunden ausreichend Zeit. Andere hingegen
belassen es bei den Mess-Daten und einem kurzen
Kommentar.“
Da
die Diät kosten- und zeitaufwändig ist,
sollten Interessenten im Vorfeld an einem Schnuppertreffen
teilnehmen. Der monatliche Beitrag für die
wöchentlichen Treffen beträgt 15,3 bis
20,4 Euro. Hinzukommen die Kosten für die Produkte,
die im ersten Monat bei rund 107,3 Euro liegen.